Zurück

Paul van Dyk

1999 krönt ihn das englische DJ - Magazin als den weltbesten Produzenten der Techno - House - Produktionen, man verleiht ihm den "Best international DJ Award" bei den Musik Awards in London, das "Ministry of sound" - Magazin wählt ihn ebenfalls zum "Best international DJ", im englischen "Muzik" - Magazin wird sein regelmäßiges 6 h Set in Gatecrasher unter 50 Partys als "Second best night ever" gefeiert.
Seine letzten Singles "For an Angel", "Another Way", und "Tell me why" waren wochenlang auf Platz 1 der deutschen und englischen Dance - Charts und stiegen in den englischen Sale - Charts auf Platz 24, 13 und 7 ein. In der jährlichen Liste der besten hundert Plattendreher des englischen DJ - Magazins springt er immer weiter nach vorn. das "Mixmag - Magazine" nennt ihn "Man of the year 1999" und im September 1999 bezeichnet ihn das englische Magazin "Muzik" dann als "The Leader of the Trancenation."

Paul van Dyk selbst hört das nicht so gerne.
Leader? "Ich sehe mich nicht als Anführer" sagt er. "Natürlich steht man in der Öffentlichkeit, wenn man Musik macht. Aber das wichtigste für mich ist die Musik. Ich will Leute nicht anführen, ich will sie verführen, in eine andere Welt, für einen kurzen Moment, wenn sie sich in der Musik verlieren, die Musik fühlen. Ich will sie inspirieren."
Und das geschieht auf beiden Seiten:
"Nur so auflegen, oder irgendwelche Stücke produzieren, das ist zu einfach. Meine Musik wächst an den Reaktionen der Hörer. Da findet Kommunikation statt".
Und Trance? "Ich mache keine Trance - Musik. Ich mag es nicht, wenn Musik in Kategorien gepreßt wird. Ich mache elektronische Tanzmusik. Das ist meine Sprache."

Eine Sprache, die von Menschen aller Nationen auf der ganzen Welt verstanden wird, sie berührt, bewegt und mitreißt.

Geboren am 16.12.1971 in Eisenhüttenstadt, wächst Paul im sozialistischen Ost - Berlin auf. Damit hat er zumindest einmal theoretisch Zugang zur kapitalistischen Welt. "Wir konnten damals Westfernsehen sehen und Westradio hören. Wir nahmen die Musik aus dem Radio auf und spielten sie dann auf unseren Partys. So etwas wie Clubs gab es ja dort nicht. Damals hörte ich die Radio - Show von Monika Dietl. Mich faszinierte die Musik von "The Smiths" und "New Order". Sie war sehr emotional."

Als die Mauer dann 1989 fällt, etabliert sich eine breite Clubkultur in ganz Berlin. "Sie spielten überwiegend harten Detroit - Techno. Ich mochte diese treibende Energie, aber irgendetwas fehlte mir. Ich suchte nach einer Musik mit mehr."

Diese Suche sollte ihn nicht mehr loslassen.

Mithilfe zwei alter Plattenspieler entstehen die ersten Mixtapes mit seiner Vorstellung von Musik, und wenig später, im März 1991, ertönt eben diese Vorstellung zum ersten Mal vor Publikum im Berliner Tresor.
"Zur selben Zeit beginnt Paul auch selbst Musik zu machen. So entsteht 1992 zusammen mit Cosmic Baby als "Visions of Shiva" die erste Produktion "Perfect Day". "Als ich meine erste eigene Platte in Händen hielt, freute ich mich wie ein kleines Kind!" erinnert sich Paul. Sie erscheint auf dem Berliner Independent Label MFS, und leitet eine Karriere ein, die ohne Pausen steil ihrem Höhepunkt entgegen strebt.

1993 landet Paul mit seinem Remix von Humate "Love Stimulation" den Clubhit des Jahres. Im nächsten Jahr erscheint sein erstes Album "45 RPM", während er nun als Resident - DJ im legendären E - Werk auflegt.

Es folgen über 30 Remixe für renommierte Künstler wie Inspiral carpets, Sven Väth, Curve und New Order, bis dann 1996 sein zweites Album "Seven Ways" erscheint und alle noch bestehenden Schranken bricht:

Paul hält Einzug in die Top-100-Verkaufscharts, Radio- und DJ-Sets im In- und Ausland folgen, Presseartikel, Interviews, Features in Funk und Fernsehen. Selbst die englischen Medien überschlagen sich des Lobes und im renommierten englischen Musikmagazin "DJ" wird Pauls Platte auf Nummer 1 getippt, was bisher nur heimischen Musikern vorbehalten blieb.

Die nachfolgenden Singleauskoppelungen "Beautiful place", "Forbidden fruit" und "Words" mit Remixen von Salt Tank, Quattara und Curve untermauern seinen Erfolg mit Plätzen in den deutschen Dance - und den englischen Verkaufscharts.


Bis zu seiner Schließung 1997 legt Paul weiterhin im Berliner E - Werk auf und lädt sich zu seinen Abenden internationale DJ´s wie Sasha, Nick Warren, John Digweed oder Francesco Farfa ein.

Als 1998 sein erstes Album "45 RPM" neu released wird, stürmt die neu geremixte Single "For an angel" weltweit die Dance - und Verkaufs - charts: zwei Wochen Nummer 1 der englischen und vier Wochen Nummer 1 der deutschen Dancecharts, sowie Plazierungen in den amerikanischen, australischen, niederländischen, belgischen und skandinavischen Charts sind das Ergebnis.

Doch nicht nur als Producer, sondern auch als DJ ist er weiterhin geschätzt und gern gesehen. Ob das nun 500 Leute sind, mit denen er eine Party gestaltet, oder 1,5 Millionen ist egal.
"Damals als ich anfing aufzulegen, entdeckte ich, daß eine Kommunika - tion statt findet zwischen dem DJ und den Leuten. Ich lernte, die ver - schiedenen Schwingungen in einem Club wahrzunehmen,
die Leute zu bewegen, eine Atmosphäre zu kreieren" erinnert sich Paul.
"Denn wenn ich auflege, findet eine Interaktion statt zwischen den Leuten und mir. Ich komme nicht in einen Club und spiele dann so zack zack ein stumpfes Programm ab. Es ist auch für mich jedesmal eine ganz neue Erfahrung, man weiß vorher nie, wie es ausgeht."

Diese Interaktion erfährt er als Resident - DJ im New Yorker "Twilo" oder als regelmäßiger Gast - DJ im "Gatecrasher" in Sheffield, ebenso immer wieder neu, wie auf den eigenen Parties in seiner "Hometown" Berlin.

1999 trennte sich Paul von seinem Label MFS und gründete mit seinem Team das Label "Vandit", das innovativen und guten Künstlern die Möglichkeit zur Veröffentlichung geben will.

In England kümmert sich Deviant - Records um Pauls Releases. deren Idee war auch die 1998 erschienene Triple - CD "Vorsprung Dyk Technik", die mit 33 Tracks die umfassenste Kollektion von Pauls Remixen ist. Von den Klassikern wie Humate "Love Stimulation" und Joe T. Vanelli "Playing with the voice in Germany" über aktuelle Clubhits wie Binary Finary's "1998" oder Pauls eigener Chartsingle "For an angel" sind hier alle wichtigen Singles vertreten, die Paul zu einem der gefragtsten DJ und Producer der Welt werden ließen.

Als eine unter wenigen Triple - CD´s erhält "Vorsprung Dyk Technik" 1999 eine ganz besondere Auszeichnung und wird als silberne Schallplatte geehrt.

Im Sommer 2000 wird Pauls drittes Album „Out there and back“ veröffentlicht und landet direkt in den deutschen und englischen Salescharts.
Die Singles „Another Way“ und „Tell me why“ positionieren sich in den deutschen und englischen
Dancecharts auf Platz 1.

Im selben Jahr vollendet Paul die Arbeit an einem ganz besonderen Remixalbum „The Politics of Dancing“.
Dieses Remixalbum ist eine Mischung aus Artistalbum und Mix-CD, da jeder einzelne Track erst nachbearbeitet und geremixt wurde bevor Paul die CD letztendlich compiled und gemixt hat.

„Ich erinnere an die frühen Neunziger: Wir alle waren uns einig, dass Dance Music ein Phänomen ist, dass die rein musikalischen und kulturellen Dimensionen sprengt. Es ging dabei nicht nur allein um Clubbing und Musik.
Andere Kreativbereiche wie Wohn-Design, Modetrends und grafisches Design, um nur einige zu nennen, ließen sich von dieser Bewegung, die heute überall auf der Welt Jugendliche anzieht, inspirieren.
Seit den frühesten Anfängen der Menschheit war Tanzen immer ein Ausdruck des Wohlfühlens und genau das ist auch die Absicht von Dj-ing, Platten auflegen. Und ich sehe keinen Sinn darin, dass wenn ich eine Platte auflege, die Leute nur auf der Tanzfläche herumstehen, mich ansehen und sagen „Mmm, sehr interessant auch“. Das ist nicht die Musik die ich spiele oder die Musik die ich mache. Meine Musik findet ihr auf Politics of Dancing – und darauf bin ich stolz.“

„The Politics of Dancing“ ist die erste Compilation, die innerhalb eines Tages weltweit veröffentlicht wurde!


Doch damit nicht genug, denn Paul setzt seine Arbeit weiterhin fort und gestaltet den Soundtrack für den mexikanischen Film „Zurdo“.
Zum ersten Mal konzentriert er sich auf die Produktion von Tracks, die den Inhalt eines Films wiederspiegeln sollen.
Eine neue Herausforderung für Paul, die er natürlich mit Bravour meisterte!

Der Film inklusive des Soundtracks erschien im Frühjahr 2003!

Heute ist Pauls Terminkalender voller denn je. Zwischen London, Tel Aviv, Mexico und Singapur gibt es Berlin, da warten inmitten von Interviews, seinem eigenen Label und dem Studio auch noch die Familie und die Freunde.
"Ich messe meinen Erfolg nicht daran, wie hoch ich in irgendwelchen Verkaufscharts stehe, sondern an der Akzeptanz der Leute, die mir wichtig sind" sagt er. "Sicher, ich bin auch gewachsen. Aber trotzdem weiß ich, wo ich stehe, und was mir wirklich etwas bedeutet."

Das sind auf jeden Fall die Familie, Freundschaft, und Menschen, in denen er etwas bewegen konnte. "Ich freue mich viel mehr, wenn jemand mir sagt: "Hey, als ich deinen Song hörte, hat sich etwas verändert in meinem Leben!" Ich habe noch nie Musik gemacht, um trendy zu sein, oder viel Geld zu verdienen, oder jemandem zu gefallen. Ich muß Musik für mich selbst machen. Diese Stücke kommen aus dem Bauch heraus. Meine Musik entsteht aus Gefühlen. Und jeder Track hat seine eigene kleine Geschichte."

Auf Paul`s aktuellem Album „Reflections“ werden ebenso kleine Geschichten erzählt, die das Leben schreibt.
Die Magie der dreizehn auf „Reflections“ vertretenen Albumtitel beruht auf dem Potential jedes einzelnen Tracks, Grenzen zu sprengen, Klischees zu pulverisieren - und dennoch ungemein facettenreich zu sein.

„Der große Schritt nach vorn, also, was dieses Album von allen zuvor unterscheidet, ist die Tatsache, dass ich viel mehr von dem Bewusstsein erfüllt bin, dass wir alle eine Verantwortung für das tragen, was auf unserem Planeten vor sich geht.
Ich habe versucht, dieses Bewusstsein in meine neuen Songs einfließen zu lassen und zwar ganz explizit in dem, was ein Song außerhalb der rein musikalischen Interpretation aussagt.

Die erste Veröffentlichung aus dem aktuellen Album „Reflections“, die TOP12 Single „Nothing But You“ mit ihren sehnsuchtsvollen norwegischen Vocals und der leidenschaftlichen (übersetzten) Textzeile „Ich besitze nichts, aber ich habe alles, wenn ich nur dich habe“ wurde im Handumdrehen ein Clubhit.

Der vielleicht überraschendste Song auf „Reflections“ ist vermutlich die zweite Single Veröffentlichung „Time Of Our Lives“, die das Resultat der ersten Zusammenarbeit des Produzenten mit der Rockband Vega 4 ist.

Ausserdem präsentierte Paul diesen Track erstmalig „Live in Concert“ während seiner „Reflections“ Record Release Tour!
„Time of our Lives“ erreichte Platz 1 der deutschen und englischen Dancecharts!

Das Album stürmte ebenso die Top Ten und manifestierte sich auf Platz 8 der Media Control Album Charts!

Neben Single Releases und unzähligen Gigs rund um den Globus ist auch das Jahr 2004 gleich von mehreren Highlights bestimmt.

Paul van Dyk eröffnete am 05. Februar 2004 in Los Angeles die diesjährige „Rock the Vote“ Kampagne und ist darüber hinaus das Aushängeschild für die bekannte, amerikanische Organisation.
„Rock the Vote“ widmet sich dem Schutz der freien Meinungsäußerung und der politischen Aufklärung und möchte junge Amerikaner animieren zur Wahl zu gehen.

Paul wird im Rahmen seiner diesjährigen USA-Tour bei zahlreichen „Rock the Vote“ Veranstaltungen von April bis Oktober als Headliner auflegen und ist der erste Künstler aus dem Bereich elektronischer Musik, der als Präsentator für die Kampagne steht, da dies vornehmlich Musikern aus den Genres Rock, Hip Hop & R`n`B wie Bono, Mary J. Blige oder Lenny Kravitz vorbehalten blieb.


Doch damit nicht genug - Paul ist in diesem Jahr von den Lesern des englischen DJmag aus 100 Künstlern zum „Second best international Dj“ gekürt worden und bei den diesjährigen DanceStar Music Awards der USA wurde er in drei Kategorien ,"Best International DJ", "Best Music in a TV Commercial" und "Best Event", mit einem Award ausgezeichnet.

Nach „Crush“, der 3. Single aus dem aktuellen Album „Reflections“ ist Paul mit Peter Heppner, Sänger der Gruppe Wolfsheim, eine interessante Kollaboration für seine neue Single „Wir sind Wir“ eingegangen. Inspiriert wurden die beiden Künstler zu dem Song durch die ZDF Dokumentation „Das Wunder von Bern“. Angesprochen, ob sie in einem Lied den Zeitgeist der 50er Jahre widerspiegel könnten, war den Künstlern klar: wie im Jahre 1954 so haben auch heute viele Deutsche in Ost und West Teile ihres Selbstwertgefühls verloren, sind orientierungslos und haben Angst vor dem, was die Zukunft bringt... 

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!